Vielfalt auf der Montanuniversität Leoben

25.06.2019

Einige SchülerInnen der 5. und 6. Klassen besuchten in Begleitung ihrer Professorinnen Roswitha Koch und Sabine Sperr das Zentrum für Kunststofftechnik und Physik auf der Montanuniversität Leoben.


Kunststoff heißt auf Englisch plastic, und als Plastik wird der Kunststoff auch umgangssprachlich bezeichnet. Die Verwendung von Kunststoff ist derzeit sehr stark verpönt, da man hiermit vornehmlich die Verursachung von ökologischen Schäden assoziiert. Selbst die Donau spült täglich 4,2 Tonnen „Plastikmüll“ ins Schwarze Meer, dessen Auswirkungen fatal sind. Kunststoff-Fasten ist angesagt, doch neben all den Risiken durch den Gebrauch von Kunststoff gibt es mittlerweile auch ein breites Spektrum an Bereichen, in denen der Einsatz von Kunststoff unverzichtbar ist. Darüber hinaus können Produkte aus Kunststoff auch lebensrettend sein, wie die moderne Medizin zeigt. Hier setzt man auf den Werkstoff „Kunststoff“, für dessen Herstellung Erdöl der Hauptrohstoff ist. Wenn nun durch die Verwendung von Erdöl auf eine negative Kohlenstoffdioxid-Bilanz verwiesen wird, so ist anzumerken, dass Kunststoff nur für 1,3% des jährlichen Kohlenstoffdioxid-Footprints in Europa verantwortlich ist.
Sehr faszinierend waren die Ausführungen von Dipl.-Ing. Dr. Michael Feuchter und Dipl.-Ing. Stephan Schuschnigg über die Anwendungen des Kunststoffes in der modernen Medizin. So werden Körperersatzstücke wie Zahnimplantate, verschiedenste Prothesen oder auch Hörgeräte fast ausschließlich aus Kunststoff hergestellt. Auch gewinnt bei der Erzeugung von künstlich geschaffenen Körperteilen das 3D-Druckverfahren zunehmend an Relevanz.
Im Anschluss an die Kunststofftechnik hielt Mag. Dr. Rainer Lechner am Institut für Physik einen Einführungsvortrag in die Nanotechnologie. Der Name stammt aus dem Griechischen und steht für „Zwerg“. Nanopartikel sind tausendfach kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Heutzutage werden sie in zahlreichen Branchen wie der Elektronik, Medizin oder Kosmetik eingesetzt. So finden sich winzig kleine Teilchen von Titan- und Zinkoxid in der Sonnencreme, wo sie das Sonnenlicht reflektieren. Vor der Nanotechnologie hinterließen Sonnenschutzmittel für eine geraume Zeit einen weißen Film auf der Haut. Nun da die Teilchen des Wirkstoffes gegen Sonnenbrand auf Nanogröße verkleinert sind, fällt dieser unschöne Effekt weg.
Zum Ausklang dieses informativen Vormittags wurden die SchülerInnen von Frau Anja Meier, BA über den Wettbewerb RawMaterials@Schools informiert, der im Herbst an der Montanuniversität stattfinden wird. Einige Anwesende erklärten sich voller Begeisterung sofort bereit, daran teilzunehmen. So wird es sicherlich einen weiteren spannenden Besuch auf der Montanuniversität geben, bei dem viele SchülerInnen als Publikum die TeilnehmerInnen an RawMaterials@School anzufeuern gedenken.

Prof.in Mag.a Roswitha Koch

 

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