100 JAHRE REALSCHULE 1903-2003... (mehr) |
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Unsere Schulgeschichte begann in der k.u.k. Monarchie unter Kaiser Franz Joseph. Im Schuljahr 1903/04 wurden zum ersten Mal 58 nur männliche Schüler in die erste Klasse der Realschule aufgenommen. Der Unterricht erfolgte in der Kärntner Volksschule. (Bild 1) |
 Bild 2 | Da in den folgenden Jahren der Zulauf dementsprechend groß war, wurde der Bau eines eigenen Gebäudes notwendig. Am 1. Juli 1907 fand in der Kanzlei des k.k. Bezirkshauptmannes in Judenburg die erste Sitzung des Baukomitees statt. Der Spatenstich erfolgte bereits am 8. Juli 1907, es waren gleichzeitig bis zu 500 Arbeiter am Bau beschäftigt ... (Bild 2) |
 Bild 3 | ... und so konnte bereits am 5. Oktober 1908 der erste Unterrichtstag im neuen noch etwas unfertigen Schulgebäude stattfinden. (Bild 3) |
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| Im Zuge der Mittelschulreform 1927 wurde die Bundesrealschule in ein Realgymnasium umgewandelt. 1933 hielt die vaterländische Erziehung Einzug in das Realgymnasium und am 6. Juni 1937 wurde im Stiegenhaus der Anstalt in Anwesenheit des Landesführers der Vaterländischen Front eine Dollfuß-Gedenktafel enthüllt. Am 12. März 1938 wehte vom Gebäude des Realgymnasiums die Fahne des Deutschen Reiches. Der Direktor wurde in Schutzhaft genommen und die Bilder der „Systemgrößen“ sowie die Gedenktafel verschwanden augenblicklich. Ab dem Herbst 1942 war die Herausgabe eines Jahresberichtes verboten. „Dann fraß die Arbeit an Kanonen und Granaten auch das bisschen Papier, das für dies kleine Blättchen benötigt wurde“, so zu lesen im Jahresbericht 1945/46. Die Bombardierung der Stadt Knittelfeld im Zweiten Weltkrieg am 23. Februar 1945 überstand das Schulgebäude, gemessen an der Zerstörung der Stadt, fast unbeschadet. Die Bomben, die in den Schulhof und in den Schulgarten fielen, hatten zur Folge, dass fast alle Glasfenster zerbrochen waren und die Türstöcke große Mauerrisse aufwiesen. Hofseitig hatte das Gebäude durch die Detonation der Bomben Löcher in den Außenwänden erlitten. Die waren bis zur Renovierung am Beginn der 70er Jahre zu sehen. 1963/64 wurde das Realgymnasium in ein Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium umgewandelt. In den Jahren 1969 bis 1973 kam es zum Bau zweier Turnsäle (Bild 4), bis dahin hatte die Schule keinen Turnsaal, und zur Renovierung des Schulgebäudes. Sämtliche klassizistischen Verzierungen wie Putzquader, Gesimse, Löwenköpfe, Schrift und Dachgiebel fielen der Spitzhacke zum Opfer. (Bild 5) |
 Bild 6 | Der Eingang wurde verlegt, aber der ursprüngliche im Jugendstil ausgeführte Stiegenaufgang im Mittelteil blieb erhalten. (Bild 6)
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 Bild 7 | Seit 1969 gibt es ausgelagerte Klassen, zuerst in einer Baracke in der Gaalerstraße ... (Bild 7) |
 Bild 8 | ... und seit dem Schuljahr 1984/85 im Bundesorganisationszentrum in der Leitnerstraße. (Bild 8) |
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Seit dem Sommer 2001 gehört das BG/BRG zu den UNESCO-Schulen. (Bild 9) |
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Im Oktober 2008 feierte das Gebäude seinen 100. Geburtstag mit vielen lachenden Gesichtern und bunten Luftballons. (Bild 10) | Realschule
„Seine k.u.k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Erschließung vom 3. Mai 1903 vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Bewilligung der erforderlichen Mittel allergnädigst zu genehmigen geruht, dass in Knittelfeld mit Beginn des Schuljahres 1903/04 eine Staatsrealschule errichtet werde.“ Aus Jahresbericht 1903/04, S. 3 verfasst von k.k. Direktor Johann Wehr „ Unter den Städten der Obersteiermark, die für eine solche Anstalt in Betracht kamen, war Knittelfeld wohl vor allen anderen der richtige Ort. Mit der Vergrößerung und Ausgestaltung der Staatsbahnwerkstätten in dieser rasch aufblühenden Stadt, mit der Errichtung und Erweiterung mehrer sonstiger industrieller Betriebe in Knittelfeld und dessen Umgebung – ich nenne hier nur die Emailwerke der Metall-Aktiengesellschaft Austria in Knittelfeld selbst – hatte die Stadt einen vielversprechenden Aufschwung genommen, das Anwachsen der industriellen Bevölkerung erheischte dringend eine Schule, welche durch höhere Ausbildung für einen entsprechenden Nachwuchs an leitenden Betriebsbeamten aus den heimischen Kreisen vorsorgen konnte und die Familien der bereits ansässigen Beamten und Bediensteten der Notwendigkeit enthob, ihre Kinder der Studien halber in weit entfernte Orte zu senden.“ Aus dem Jahresbericht 1909/1910, S. 3 verfasst von k.k. Direktor Gustav Temper. [zurück]
k.k. Bezirkshauptmannes in Judenburg
Knittelfeld gehörte zur Bezirkshauptmannschaft Judenburg, erst nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 wurde Knittelfeld eine Bezirkshauptstadt. [zurück]
5. Oktober 1908
„Mit Hinblick auf diese Verhältnisse gestattete über Anscuhen der Direktion laut Erlaß vom 16. August 1908, Z.35968/1 der k.k. steiermärkische Landesschulrat, dass der Beginn des Schuljahres 1908/09 ausnahmsweise auf den 5. Oktober verlegt werde. Der regelmäßige Unterricht begann zwar im neuen Gebäude, doch war es in gewissen Teilen noch so unfertig, dass von einer feierlichen Eröffnung Abstand genommen werden musste.“ Jahresbericht 1909/10, S. 10 Dazu auch die Erinnerungstafel in der Aula: „K.k.Staats-Oberrealschule, eröffnet am 5. Oktober 1908 im sechzigsten Jahre der glorreichen Regierung Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. Erbaut in den Jahren 1907 und 1908 nach den im k.k.Ministerium für Inneres verfassten Entwürfen vom Stadtbaumeister Theodor Henn.“ [zurück] |
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